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Hochschule ist Mitglied in der EUA

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Die Hochschule Offenburg ist in die European University Association (EUA) aufgenommen worden. Die Vereinigung ist ein Verbund der 850 besonders forschungsstarken Hochschulen in 47 europäischen Ländern.

"Bis vor wenigen Jahren hat die European University Association gar keine Fachhochschulen aufgenommen - wir freuen uns daher ganz besonders, dass wir aufgrund der in Offenburg und Gengenbach geleisteten Forschung nun auch auf europäischem Parkett angekommen sind", so Hochschulrektor Professor Dr. Winfried Lieber. Die EUA ist ein wichtiger Ansprechpartner der EU-Kommission, die auch die Mehrzahl der Projekte der EUA zu Hochschulfragen finanziert. "Aus der Mitgliedschaft ergeben sich für die Hochschule Offenburg verschiedene Vorteile", ist sich Lieber sicher. Der Zugang zu internationalen Forschungsverbünden und zu möglichen Kooperationspartnern in Europa würden erwartet - im Forschungsbereich, aber auch auf der Ebene des Austauschs von Lehrenden und Studierenden.

Vorausgegangen war der Aufnahme in die EUA eine fast dreijährige Phase, in der die Hochschule Offenburg ihre Forschungstätigkeiten nachweisen musste: "Der Ausbau war gestern, heute sind wir eine forschungsstarke Hochschule", so Lieber. Mit der Einstellung eines Prorektors für Forschung habe man in Offenburg schon früh auf das Thema Forschung fokussiert: Professor Dr. Andreas Christ ist an der Hochschule seit 2007 als Prorektor für Forschungsangelegenheiten zuständig und kann vor allem in den vergangenen drei Jahren auf rege Forschungsaktivitäten blicken: Hierzu zählen Institutsgründungen wie das "Peter Osypka Institute for Pacing and Ablation" (POI), das "Institut für Energiesystemtechnik" (INES) sowie das "Institut für Unmanned Aerial Systems" (IUAS). Erfolgreiche kooperative Promotionskollegs wie "Kleinskalige Erneuerbare Energiesysteme" (KleE) oder "Dezentrale nachhaltige Energiesysteme" (DENE) zählen ebenso zu der Erfolgsgeschichte wie das Leuchtturmprojekt "Regionales Innovationszentrum für Energietechnik" (RIZ Energie), das erst im Januar dieses Jahres von der Landesregierung prämiert worden ist. Damit verbunden ist der Bau eines neuen Laborgebäudes auf dem Campus Offenburg, in dem Forschung und Entwicklung in den Bereichen Umwelttechnologie, Erneuerbare Energien und Ressourceneffizienz gebündelt werden sollen.

"In Baden-Württemberg zählt die Hochschule Offenburg somit zu einer der forschungsstärksten Hochschulen für Angewandte Wissenschaften", freut sich Christ. Im Jahr 2013 erreichte die Hochschule den vierten Platz bei den Hochschulen für Angewandte Wissenschaften landesweit, 2014 war die Entwicklung weiter positiv, Drittmittel und Kassenanschläge sind erneut gestiegen, der Auftragseingang neu akquirierter Forschungsprojekte stieg auf 4,8 Millionen Euro. Mehr als die Hälfte der Professorinnen und Professoren ist forschungsaktiv. Derzeit sind an der Hochschule 31 Doktoranden mit ihrer Promotion beschäftigt.